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in letzter Minute geschlagen

Zum Saisonauftakt in der 1. Speedway-Bundesliga hatte der MC Nordstern Stralsund am Sonnabend die Wölfe aus Wittstock zu Gast. Die Gastgeber führten das gesamte Rennen mit einem knappen Vorsprung, konnten den dann aber in den beiden Tagesfinals nicht verteidigen und verloren gegen den Vizemeister 2018 schließlich mit 40:44.

Das kann doch nicht wahr sein – raunte es am Samstag durch die Fanreihen im Stralsunder Speedwaystadion: Nach einem tollen, spannenden Bundesliga-Duell gegen die Wölfe aus Wittstock standen die Nordsterne am Ende mit leeren Händen da. Nachdem die Hansestädter fast über das gesamte Rennen mit zwei Punkten geführt hatten, gaben sie den Sieg in den Finalläufen noch aus der Hand und mussten den Gästen aus Wittstock zu einem knappen 44:40-Erfolg gratulieren.

Dabei begann der Renntag im Paul-Greifzu-Stadion mit einem Erst-Liga-Knaller: Gleich im ersten Lauf des Speedway-Saisonauftaktes schossen Mannschaftskapitän Tobias Busch und sein Teamkollege David Bellego aus den Bändern. So sehr sich auf Wittstocker Seite der mehrfache Weltmeister Nicki Pedersen und Erik Riss auch mühten, das Nordstern-Paar blieb geschlossen und fuhr einen souveränen 5:1-Sieg ein. Ein Start ganz nach dem Geschmack der ungefähr 1500 Zuschauer, die ihre Nordsterne ordentlich anfeuerten.

Busch und Bellego legten in Lauf 5 noch mal nach, zelebrierten exzellentes Paarfahren und zeigten Protasiewicz und Mauer nur das Hinterrad – und schraubten das Nordstern-Punktekonto auf 18 hoch. Die Fans auf den Bänken jubelten, denn Stralsund hatte sechs Punkte Vorsprung.

Doch Wittstock, 2018 Vizemeister geworden, kämpfte sich mit einem 5:1-Sieg durch Pedersen/Riss wieder ran. In den folgenden Läufen sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Feld, was sich in mehren 3:3-Resultaten widerspiegelte. Die Nordsterne punkteten in dieser Phase vor allem durch Siege des Russen Grigory Laguta. Stralsund bewahrte sich so einen hauchdünnen Vorsprung von zwei Punkten, beim Stand von 37:35 ging es in die beiden Tagesfinals.

Und wie schon bei den beiden Heimrennen im letzten Jahr konnten die Nordsterne diese beiden Heats nicht für sich entscheiden, dabei hätte ja schon jeweils ein Unentschieden zum Sieg gereicht. So brachten sich die Gastgeber noch um den Lohn eines beherzten Rennens.

„Die Finalläufe sind einfach nicht unsere Stärke. Das ist so bitter“, sagte Frank Borchers nach dem Zieleinlauf und hätte am liebsten in seine Nordstern-Fahne gebissen. Der Stralsunder ist seit vielen Jahren Speedway-Fan und lässt sich kein Rennen entgehen. „Die Jungs haben super gekämpft, das war ein geiles Rennen“, meinte Kathrin Gellert aus Stralsund. Sponsor Udo Waitschies war ebenfalls begeistert: „Das ging richtig ab auf der Bahn.“

Auch Nordstern-Kapitän Tobias Busch zeigte sich zufrieden: „Die Mannschaftsleistung war enorm heute. Ich finde, die Niederlage war unverdient, weil wir sehr gut gekämpft haben und die Wittstocker echt Nerven lassen mussten... Und auch ich ganz persönlich bin mit meinen neun Punkten zufrieden. Und ich konnte den dreimaligen Weltmeister Nicki Pedersen schlagen. Ein weiteres Highlight in meiner Karriere“, so der 30-jährige Stralsunder stolz.

Die nächste Gelegenheit, das Erstliga-Konto aufzubessern, haben die Nordsterne am 11. Mai in Diedenbergen gegen die DMV White Tigers. Am 22. Juni muss der MCN nach Brokstedt. Vor heimischer Kulisse geht es am 6. Juli gegen den amtierenden Meister AC Landshut. Speedway in Stralsund können die Fans aber schon am 25. Mai wieder erleben, dann wird im Paul-Greifzu-Stadion das U21-WM-Semifinale ausgetragen.

MC Nordstern: Laguta 14 Punkte, Busch 9, Bellego 8, Möser 6, Ernst 3, Liebmann 0. Wölfe Wittstock: Wölbert 14, Riss 9, Pedersen 8, Protasiewicz 6, Mauer 3, Wolter 3, Baumann 1.

Tabelle: 1. Wittstock, 2 Matchpunkte, 44 Laufpunkte, 2. Landshut 2/42, 3. Brokstedt 0/41; 4. Sralsund 0/40.

Quelle: Ostsee-Zeitung

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