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Toll und gekämpft doch nicht belohnt

Die Nordsterne haben am Samstag vor Heimkulisse auch ihr drittes Rennen in der Speedway-Bundesliga verloren. 34:51 lautete der Endstand nach packenden Kämpfen bei sengender Hitze im Stralsunder Paul-Greifzu-Stadion gegen die "Wikinger" aus Brokstedt.

Allerdings spiegelt das Ergebnis den Rennverlauf nicht ganz wider. Denn bis zur Hälfte des Rennens haben die Gastgeber den Wikingern aus Brokstedt das Leben sehr schwer gemacht. Der Franzose David Bellego, der norwegische Junior Lasse Fredriksen und Dominik Möser hatten Siege und damit jeweils einen Punkte-Dreier auf das Nordstern-Konto gebucht. Nach Lauf 5 führten die Stralsunder sogar mit 16:14. Mannschaftskapitän Tobias Busch und David Bellego hatten mit einem 5:1-Sieg die Hoffnung auf den ersten Liga-Sieg angefeuert.

Die Fans jubelten, denn die Beiden hatten Paarfahren par excellence auf die Bahn gebracht. Sie ließen den Brokstedtern keine Chance. So sollte es eigentlich weitergehen. Doch nach einem Ausfall von Möser und schlechtem Start von Fredriksen hatten die Schleswig-Holsteiner mit 24:18 die Führung übernommen.

Durch den Einsatz als taktische Reserve erfuhr Bellego zwar einen Dreier und siegte auch in seinem nächsten Lauf, doch der Rest der Stralsunder Mannschaft brach ein. Vielleicht auch, weil Steven Mauer in seinem letzten Lauf gestürzt war und mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste. Andererseits machte den Fahrern auch die Hitze zu schaffen. Beim 26:39-Rückstand setzte Stralsund seinen Joker (erfahrene Punkte zählen doppelt). Doch Bellego erwischte nicht den allerbesten Start, so dass statt erhoffter sechs nur vier Punkte heraussprangen.

Vor den Finalläufen lag Stralsund mit elf Zählern zurück.. Busch und Möser fielen aus, Bellego holte zwei, Fredriksen einen Punkt. So fiel die Niederlage dann doch klar aus.
„Wir hatten so gut angefangen. Schade, dass es nun wieder nicht mit einem Sieg geklappt hat", so ein enttäuschter Klubchef Torsten Berger. Mit hängendem Kopf verließ Tobias Busch das Stadion. „Ich hatte doch noch Probleme mit meiner Hand, aber ich wollte es unbedingt versuchen, wollte meine Mannschaft nicht im Stich lassen“, sagte der 30-jährige Kapitän, der nur fünf Punkte erfuhr – und dennoch von den Fans bei der Siegerehrung mit viel Beifall bedacht wurde. Auch die „Nordstern-Ultras“ sorgten mit Fahnen, Tröten und Raketen für einen würdigen Abschluss der Heimsaison. Denn die Nordsterne müssen nun nur noch einmal auswärts in Diedenbergen ran.

Gute Nachrichten gab es noch nach dem Rennen von Steven Mauer, der als Gastfahrer für den verletzten Lukas Baumann eingesprungen war: „Mir geht es gut, ich hatte nach dem Aufprall nur starke Kopfschmerzen, da wollte der Doc auf Nummer sicher gehen", sagte der 23-Jährige nach seiner Entlassung aus der Stralsunder Klinik.

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